Wissen & Praxis · RFID in der Praxis
Praxiswissen · RFID

RFID in der Praxis: Erfassungswege vom Handscanner bis zum stationären Reader.

RFID ist kein einzelnes Gerät, sondern eine Erfassungskette. Dieser Artikel erklärt, wie RFID funktioniert, wo es sich von Barcode oder QR-Code unterscheidet und wie sich die passende Hardware zum jeweiligen Ablauf finden lässt.

📄 Praxiswissen🕒 ca. 7 Minuten LesezeitZuletzt aktualisiert: 24.08.2026

Wie RFID grundsätzlich funktioniert

Jeder Artikel erhält einen RFID-Tag mit einer eindeutigen Kennung. Ein mobiles oder stationäres Lesegerät erkennt diese Kennung per Funk, ohne dass wie bei einem Barcode eine direkte Sichtlinie nötig ist. Je nach Reader-Typ können auch mehrere Tags gleichzeitig erfasst werden, beispielsweise wenn mehrere Artikel gemeinsam durch einen Erfassungspunkt bewegt werden.

RFID im Vergleich zu Barcode und QR-Code

RFID

  • kein Sichtkontakt nötig
  • mehrere Tags gleichzeitig möglich
  • Tag ist witterungs- und waschbeständig auswählbar

Barcode / QR-Code

  • direkte Sichtlinie zur Kennzeichnung nötig
  • meist ein Artikel pro Scanvorgang
  • keine zusätzliche Hardware am Artikel nötig

Keine der beiden Techniken ist grundsätzlich besser. Entscheidend ist, wie und wo im Ablauf erfasst werden soll. Viele Organisationen kombinieren beide Wege je nach Prozessschritt.

Welche Hardware zu welchem Ablauf passt

Mobiler RFID-Scanner

Für flexible Einzelerfassung an wechselnden Orten, zum Beispiel bei einer Inventur oder Kontrolle vor Ort.

Desktop-RFID-Reader

Für feste Übergabepunkte wie Ausgabe oder Rücknahme, an denen regelmäßig erfasst wird.

RFID-Tablet

Wenn Erfassung und Softwarearbeit direkt am selben Gerät zusammenkommen sollen.

Feste RFID-Installation

Für die automatische Erfassung mehrerer Artikel an einem definierten Durchgangspunkt, zum Beispiel an einem Abwurfcontainer, der Artikel beim Einwurf per RFID erfasst.

PraxistippDie Erfassungstechnik sollte sich nach dem tatsächlichen Arbeitsablauf richten. Ein guter Ausgangspunkt ist die Frage: Wo im Prozess wird ein Artikel ohnehin angefasst oder bewegt?

Nachrüstbarkeit

RFID lässt sich in vielen Fällen nachträglich in bestehende Abläufe integrieren, sofern die betroffenen Artikel getaggt werden können. Wichtiger als die Technik selbst ist die Frage, an welcher Stelle im Ablauf ein Erfassungspunkt sinnvoll ist. Beispiele sind die Werkzeug- und Betriebsmittelerfassung in InventarCheck sowie Ausgabe- und Rückgabeprozesse in PSA Manager Plus.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen RFID und Barcode?

RFID erfasst Artikel kontaktlos per Funk, ohne direkten Sichtkontakt und teils mehrere Tags gleichzeitig. Barcode oder QR-Code benötigen freie Sicht auf die Kennzeichnung und werden meist einzeln gescannt. Beide Wege lassen sich je nach Prozess auch kombinieren.

Welche RFID-Hardware passt zu meinem Ablauf?

Das hängt davon ab, ob Einzelartikel mobil erfasst werden, ein fester Übergabepunkt existiert oder mehrere Artikel gleichzeitig an einem definierten Punkt erkannt werden sollen. Mobiler Scanner, Desktop-Reader und feste Antennen-Installation decken unterschiedliche Anforderungen ab.

Kann RFID nachträglich in bestehende Abläufe integriert werden?

Ja. Reader, Antennen und Tags lassen sich in der Regel nachträglich ergänzen, sofern die betroffenen Artikel getaggt werden können und ein sinnvoller Erfassungspunkt im Ablauf existiert.

Welche Erfassung passt zu Ihrem Ablauf?

Wir prüfen gemeinsam, wo mobil, stationär oder automatisch erfasst werden sollte.

Beratung anfragen →